Hallo Herbert,
ich habe den Bürgermeister persönlich angeschrieben. Folgende Antwort habe ich erhalten:
"Sehr geehrte Frau E. oder Herr E.,
natürlich kann ich verstehen, dass die angedachte Wohnbebauung auf dem ehemaligen Fellagrundstück vom Feuchter Tierheim und seinen ehrenamtlichen Helfern problematisch gesehen wird.
In der Abwägung aller Interessen ist es aber für die Entwicklung von Feucht dringend geboten für junge Familien bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können, um die immer stärker sinkende Einwohnerzahl und den damit verbundenen kräftigen Anstieg des Durchschnittsalters entgegen treten zu können. Ohne eine positive Veränderung in dieser zentralen Frage werden schon bald Kindertagesstätten schließen müssen, wird der Standort der Grund- aber vor allem der Hauptschule langfristig gefährdet, haben Feuchter Vereine nur mehr sehr wenig Nachwuchs, so dass manche Vereine ihre Aktivitäten mittelfristig einstellen müssen, fehlen den Feuchter Geschäftsleuten die zukünftigen Kunden, und , und und. (Falls Sie die demographische Entwicklung mehr interessiert: siehe zahlreiche Veröffentlichungen z.B. der Bertelsmann-Stiftung etc.)
Das jetzt angestoßene Bauleitverfahren soll ja gerade versuchen möglichst allen Interessen gerecht zu werden. Jetzt haben die Bürger und die Träger öffentlicher Belange (natürlich auch die Nachbarn) die Möglichkeit auf mögliche Konfliktpunkte hinzuweisen und ihre Interessen deutlich zu machen. Aufgabe der Gemeinde (und des Marktgemeinderates ) ist es dann die Einwendungen zu bewerten und entsprechend abzuwägen.
Dabei ist auf jeden Fall sicher gestellt, dass es keine Verschlechterungen zum derzeitig genehmigten Bestand (selbstverständlich auch des Tierheims) geben wird. Allerdings werden zukünftige Erweiterungen und Veränderungen auf allen Seiten dem gegenseitigen Rücksichtnahmegebot unterstellt, d.h. es wird zukünftig sicherlich viel schwerer werden, wenn sich z.B. das Tierheim erweitern will - bzw. wird es sicherlich entsprechende (Lärm)auflagen geben.
Übrigens: alle Beratungen der gemeindlichen Gremien sind öffentlich, und sie können sich gerne selbst ein Bild vom gesamten Prozess machen.
Viele Grüße
Konrad Rupprecht
Erster Bürgermeister
MARKT FEUCHT Erster Bürgermeister
Hauptstraße 33, 90537 Feucht
Tel. (0912

91 67 99, Fax 91 67 61
mailto:buergermeister@feucht.de"
Habe darauf nochmal geschrieben:
"Sehr geehrter Herr Rupprecht,
vielen Dank für Ihre email.
Jedoch ist mir unverständlich, welche Lärmauflagen für das Tierheim festgelegt werden sollen?
Ich denke uns ist allen bewußt, dass wir von Tieren sprechen, denen man nicht sagen kann, dass sie ruhig sein sollen. Hunde
bellen nunmal, dafür sind sie auch Hunde. Wie soll bitte schön das Tierheim solche Auflagen erfüllen? Darin besteht nämlich das Problem.
Ich konnte bis jetzt keine sinkenden Einwohnerzahlen feststellen. So wie Feucht momentan ist, ist es schön und auch ausreichend mit Einkaufsmöglichkeiten sowie
mit Häusern und Wohnungen. Feucht soll keine kleine Großstadt werden.
Viele Grüße"
Warte noch auf Antwort.
Dann macht online einen Aufruf, dass wenigstens viele Feuchter zu den Termin kommen und ihr Anliegen vortragen, damit die Gemeinde auch merkt, dass es nicht so hingenommen wird. Ich denke, nur wenn sich viele beteiligen, könnte (wenn auch schwer vorstellbar) die Gemeinde noch umgestimmt werden bzw. eine bessere Lösung erarbeitet werden.
Viele Grüße
Andy