Unsere Husky-Familie
Monday, 16. June 2003

Unsere Husky-Familie

 

Der Grund, warum mein Mann und ich uns Ende des Jahres 2000 für das Gassigehen mit Huskies entschieden war, dass diese Rasse viel Bewegung und lange Spaziergänge braucht. Der Grund, warum ich mich für Sparkey entschied, waren nicht etwa seine schönen blauen Augen! Grund war sein kleines großes Sportlerherz, das plötzlich zum Müssiggang verdonnert wurde, was unmöglich gut sein konnte!

Sparkey, ganz neu im Tierheim und gedanklich noch vor den Schlitten gespannt, begann damit, mich und jeden seiner Gassigeher voller Arbeitseifer durch den Wald zu zerren. Zeit zum Markieren oder Zeitungslesen gönnte er sich kaum. Die erste Zeit im Tierheim ist für jeden Hund eine Umstellung. Doch für Sparkey bot sich hier die Möglichkeit, zum einen seinem großen Bewegungsdrang durch die wunderbaren langen Gassigehzeiten nachzugehen und zum anderen mit Artgenossen zusammen sein zu können.

Allerdings hiess es oft Abschied nehmen von einer Hundefreundin, die er gerade erst richtig kennen und mögen gelernt hatte. Bis er dann endlich seine Laika traf und sie fortan Heim- und Schlafplatz mit ihm teilen durfte. Jetzt war das Glück perfekt!

Zumindest am Wochenende folgten lange Spaziergänge im Huskyrudel gemeinsam mit Laika, Laikas Vater Zorro und Mutter Attika. Dann wurde Attika krank und konnte nicht mehr so weit mitlaufen. Aber nur mit Laika und Zorra machte es fast genauso viel Spaß! Laika wurde zusehends schlanker und bekam Kraft und Ausdauer. Ihr machte es Freude im Wald unterwegs zu sein. Am Tollsten war es ja, wenn Rehe unseren Waldweg kreuzten, wenn Sparkey ein Pferd sah oder Zorro ein Eichhörnchen! Zunehmend körperlich am Boden gab es Situationen, wo wir unsere Entscheidung für die Huskies bereuten. Sparkey dachte zu dieser Zeit noch immer, uns einen Gefallen zu tun, wenn er kräftig zog. Er wurde seltsamerweise auch nicht müde dabei und zog uns zuverlässig bis in seinen Zwinger, um dann nach dreieinhalb Stunden Zugarbeit darin glücklich, noch voller Power rumzuhüpfen!

So konnte es nicht weitergehen. Hauptsächlich Sparkey verschaffte ich auf diese Art nicht die nötige Bewegung. Er wollte rennen! Ja, rennen wäre das Größte! Also musste ein Fahrrad her.

Die anfänglichen Schwierigkeiten waren vorhersehbar. So wollte Sparkey nicht alleine, sonder nur im Team, also zu zweit laufen. Gutes Zureden half nichts. Er hatte seine Vorstellung und einen festen Willen! Zorro war sein erster Partner, allerdings konnte der seine Kraft nicht einteilen. Nach der Presch-Phase folgte die Zusammenbrech-Phase. Laika dagegen lief kreuz und quer und jagte nebenbei Mäuse oder pflegte soziale Kontakte. Sie interessierte sich für alles andere viel brennender. Doch irgendwann merkte ich, dass auch sie am Rad zuverlässig wurde. Mittlerweile kennt sie genau ihren Platz, die Abläufe und unsere Rennstrecke. Ich glaube, wenn sie rennt, lacht sie! Ja, rennen i s t das Größte!

Jetzt fahren wir nur noch morgens eine Stunde mit dem Rad, die restliche Zeit gehen wir Zeitunglesen. Ich habe das Empfinden, dass Sparkey jetzt genau weiss, wann er arbeiten soll und wann er das nicht braucht und das auch so praktiziert. Ja vielleicht hat Laika das Laufen am Fahrrad von Sparkey gelernt und Sparkey von Laika die andere Seite des Hundelebens, das Zeitunglesen.

Vielen Dank für diese Geschichte an Ramona Beltzner!

Die Links zu den Hunden:

Attika
Laika
Sparkey
Zorro
Letzte Aktualisierung ( Tuesday, 12. September 2006 )