Für Anabel
Sunday, 25. November 2007
AnabelDein ganzes Leben bist Du von Menschen misshandelt und ausgebeutet worden. Dann war das Glück kurz auf deiner Seite, dass Dich gute Menschen gefunden und gerettet haben.

Im Tierheim durftest Du durch den liebevollen Einsatz der Pfleger spüren, wie es ist, in einem weichen Korb zu schlafen, einen vollen Napf zu haben, und Hände auf dem Fell spüren zu dürfen, die streicheln und nicht schlagen. Und wie es ist, einfach mit geduldigen Gassigehern spazieren zu gehen, Neues zu entdecken und keine Bedingungen erfüllen und Leistung bringen zu müssen. Dann hast Du sogar eine Familie gefunden, die gerne für Dich gesorgt hätte.

Aber leider blieb Dein Misstrauen. Deine Angst und Vorsicht gegenüber Menschen waren zu groß und Dein Glaube an Dein Glück zu klein. So hast Du Dich in einem winzigen unglücklichen Moment dafür entschieden, lieber wegzugehen. Vielleicht haben Dir auch nur die neuen Umstände Angst gemacht, hast Du geglaubt, dass Dein kurzes Glück ein Traum war und Dein altes Leben wiederkommt.

Wochenlang haben wir Dich jetzt gesucht, viele Stunden lang, bei jedem Wetter und jeder Tages- und Nachtzeit. Aber Du bleibst verschwunden. Nach langem Überlegen haben wir jetzt die Suche nach Dir eingestellt, obwohl uns das sehr schwer gefallen ist. Wir werden Deine Entscheidung, Deine Zweifel, die Du den Menschen entgegenbringst, akzeptieren. Leider hast Du uns nicht mehr die Möglichkeit gegeben zu beweisen, dass wir unser Versprechen an Dich eingelöst hätten, und diese Wiedergutmachung bleiben wir Dir jetzt mit schwerem Herzen schuldig.

Zum Ende ein herzliches Dankeschön an alle Menschen, die in jeder Hinsicht mitgeholfen haben und an Anabel gedacht haben. Und einen besonderen tiefen Dank an zwei Menschen, die uns mit ihrer besonderen Gabe sehr unterstützt und begleitet haben, mit der Sicherheit, dass es Anabel jetzt gut geht.

Letzte Aktualisierung ( Saturday, 1. December 2007 )