Lösung der Wohnbebauungs-Problematik in Sicht
Sunday, 7. November 2010

In Sachen „Bebauung am Reichswald“ hat der Markt Feucht nun einen geänderten Bebauungsplan vorgelegt. Der geänderte Bebauungsplan sieht im Vergleich zum ersten Entwurf aus Sicht des Tierheims Verbesserungen vor.


In der Vergangenheit hat es zahlreiche Gespräche mit allen Beteiligten gegeben. In den Gesprächen wurden Einzelheiten des vorliegenden Bebauungsplans erörtert. Als wichtigstes Ergebnis aus Sicht des Tierheims wurde dabei erreicht, dass die Wohnbebauung nun weit vom Tierheim abrückt und die Fläche zwischen Tierheim und Wohngebiet als Gewerbegebiet ausgewiesen wird. Diese Fläche wird als Erweiterung durch die Firma FELLA-Werke GmbH genutzt werden, die plant, hierauf weitere Produktionshallen zu errichten, welche zusätzlich zugunsten des Tierheims schallmindernd wirken sollen. Am Rande des Wohngebiets wird eine Riegelbebauung entstehen, die auf der den FELLA-Werken und dem Tierheim zugewandten Seite lückenlos ausgeführt wird, also ohne Fenster und sonstige Öffnungen, durch die Schall eindringen könnte.

Zudem wurden schalltechnische Gutachten erstellt, die belegen, dass der vom Tierheim ausgehende Lärm im Wohngebiet innerhalb der zu tolerierenden Grenzen bleibt, auch nachts und auch dann, wenn z. B. nachts ein Hund durch den Tiernotdienst ins Tierheim eingeliefert wird.

Die Fellastraße soll nach den Planungen des Marktes Feucht verlängert werden; entlang der Straße soll ein Gehweg errichtet werden. Die Gassigeher des Tierheims können also relativ gefahrlos in den angrenzenden Wald gelangen, auch wenn durch die Erweiterung der FELLA-Werke erhöhter LKW-Verkehr herrschen wird. Außerdem sollen die bisher bestehenden LKW-Warteschlangen in der Fellastrasse dann der Vergangenheit angehören, da die Fahrzeuge direkt auf das neue Gelände des Landmaschinenherstellers auffahren können.
Positiv ist auch hervorzuheben, dass das Wohngebiet durch den neuen Bebauungsplan nun keine Ausfahrt in Richtung Tierheim hat, wie ursprünglich geplant, und somit nun doch nicht mit PKW-Durchgangsverkehr entlang des Tierheims zu rechnen ist.

Insgesamt entspricht die nun vorliegende Lösung ziemlich genau dem, was wir bereits Anfang des Jahres in einem Gespräch mit dem Bürgermeister und den Investoren zur Wohnbebauung vorgeschlagen haben. Damals war unser Vorschlag der, dass man die Wohnbebauung nicht bis an die Grundstücksgrenze des Tierheims herantreibt, sondern ein Gewerbegebiet als Puffer dazwischenschaltet. Abstand ist ein guter Lärmschutz. Wir dachten damals an Ingenieurbüros, Arztpraxen und dergleichen. Die Erweiterung der Firma Fella ist uns aber noch lieber, denn wir kennen unsere Nachbarn bereits und hatten nie Probleme miteinander. Wir denken, dass wir bei Umsetzung des aktuellen Entwurfs mit dem Thema Lärm keine ernstzunehmenden Probleme bekommen werden.

Ansonsten wurden alle unsere Forderungen weitgehend erfüllt, und wir sehen die Zukunft des Tierheims als gesichert an.

Wir möchten uns im Namen unserer Tierheim-Tiere bei den vielen Unterstützern bedanken, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Unser Dank gilt unseren Beratern und unserem Anwalt, aber auch den tausenden von Menschen, die sich an der Unterschriftenaktion beteiligt haben, sowie allen weiteren Unterstützern, die uns auf ihre jeweilige Art geholfen haben.

Letzte Aktualisierung ( Monday, 8. November 2010 )