Stellungnahme zur Schwanenjagd an den Krugweihern
Sunday, 29. January 2012

Wir beobachten nun schon eine Weile die Berichterstattung über die getöteten Schwäne an den Krugweihern und waren über das Vorgehen des Jagdpächters entsetzt, als seinerzeit der entsprechende Artikel im Boten erschien. Unabhängig davon, dass wir den Sinn der gesetzlichen Regelung nicht verstehen, dass Höckerschwäne, die bekanntlich nicht einmal Fische fressen und niemandem schaden, überhaupt bejagt werden dürfen, hat die Bluttat auch im Tierheim zu langen Diskussionen geführt. Die Bandbreite der Meinungen reichte von Unverständnis bis Wut und Entsetzen. Natürlich freuen wir uns, dass sich bereits nach kurzer Zeit ein anderes Schwanenpaar an den Weihern angesiedelt hat; das kann aber keine Entschuldigung dafür sein, dass die zuvor dort heimischen Tiere abgeschossen wurden, und zwar ohne jeden erkennbaren Grund.

Wir begrüßen es sehr, dass die Marktgemeinde Feucht nun Beschwerde bei der Regierung von Mittelfranken einreichen möchte und hoffen, dass die Beschwerde erfolgreich ist. Vielleicht sind die armen Tiere so nicht ganz umsonst gestorben, sondern haben damit zum Schutz ihrer Artgenossen beigetragen. Wir freuen uns als Tierschutzverein auch, dass der überwiegende Teil der Feuchter Bevölkerung auf der Seite der Tiere steht. Vielleicht kann ja das Jagdrecht an das Empfinden der Bürger und den gesunden Menschenverstand angepasst werden.

Und auch wenn das Jagdrecht nicht geändert wird, sollte nun jedermann klar geworden sein, dass nicht alles, was rechtlich erlaubt ist, auch moralisch vertretbar ist. In diesem Zusammenhang fordern wir den betreffenden Jagdpächter der Krugweiher auf, öffentlich, ggf. in einer anonymen Stellungnahme, um seine Person zu schützen, zu erklären, was ihn dazu bewegt hat die wunderbaren Tiere, an denen sich so viele Menschen erfreut haben, zu töten. Wir möchten die Handlungsweise zumindest verstehen können.


Hintergrund:
Letzte Aktualisierung ( Sunday, 29. January 2012 )