Leo, Babu und Carli

Leo, Babu und Carli
Rasse: Zwergkaninchen und Löwenkopfmix-Zwergkaninchen
Geschlecht: Leo und Babu: männlich, kastriert; Carli: weiblich.
Geburtsdatum: Leo: ca. Ende 2015; Babu: ca. Ende 2017; Carli: ca. Ende 2013
Aussehen: Leo ist gräulich-zimtfarben mit einem weißen Kragen und einer weißen Nase. Babu ist schneeweiß mit blauen Augen. Seine Rasse nennt sich Hermelinkaninchen, mit einem großen, runden Kopf und zierlichen Öhrchen. Carli ist schwarz mit einem weißen Kragen und einem weißen Nasenfleck. Sie hat um den Kopf herum eine „Mähne“ aus längeren Haaren.
Weshalb im Tierheim: Leo, Babu und Carli konnten beim Umzug ihrer Menschen nicht mit in die neue Wohnung kommen.
Gesundheit: Leo und Carli: Keine Auffälligkeiten. Babu hat EC (Enzephalitozoon Cuniculi). Diese Parasiten findet man bei sehr vielen Kaninchen, und in den meisten Fällen lösen sie keine Symptome aus. Doch Babu hatte Ende 2018 eine akute Phase, die sich am markantesten durch die starke Schiefhaltung des Kopfes zeigt, weil der Erreger das Gehirn und Nervensystem befällt und somit auch das Gleichgewicht beeinträchtigt. Tiere in einer Akutphase kippen öfter um bzw. rollen zur Seite oder laufen im Kreis. Auch weitere Symptome sind möglich, unter anderem Beeinträchtigungen der Augen.
Babu wurde damals sofort nach allen Regeln der Kunst in einer Tierklinik behandelt, mit einem hirngängigen Antibiotikum und einem Antiparasitikum. Die anderen beiden Kaninchen wurden vorsichtshalber gleich mitbehandelt, obwohl sie keinerlei Symptome zeigten. Die Behandlung bei Babu schlug wunderbar an. Heute hält er manchmal den Kopf leicht schief, und sein linkes Auge trägt er halb geschlossen. Ansonsten merkt man ihm nichts an.
Als Babu nach der Behandlung in der Tierklinik wieder zu seinen Kumpels kam, haben die ihn anfangs attackiert, denn er hat ganz komisch nach Krankenhaus gerochen und nicht nach Babu. Davon hat er eine vernarbte Bissverletzung am Rücken davongetragen. Und momentan hat Babu eine kleine Entzündung an der Nasenspitze, die bald verheilt sein dürfte.
Charakter: Leo, Babu und Carli sind ein eingespieltes Team. Insbesondere für Babu ist es sehr wichtig, dass er Konstanz im Leben hat und möglichst wenig Stress, denn Stress hat einen negativen Einfluss auf das Immunsystem, und seine Krankheit könnte erneut ausbrechen. Deshalb soll Babu mit seinen Gefährten zusammenbleiben, denn eine Vergesellschaftung würde Stress für ihn bedeuten. Es fühlt sich in seiner Gruppe wohl, und den anderen Kaninchen ist seine Krankheit egal – die mögen ihn, weil er ein lieber Kerl und guter Kumpel ist. Carli als einziges Mädchen in der Gruppe hat die Hosen an, was bei Kaninchen normal ist. Ihre beiden Buben lieben sie und lassen sie gewähren. Aus ihrem bisherigen Zuhause sind die drei gewohnt, dass ihnen viel Platz zur Verfügung steht und sie nach Belieben herumhoppeln können. Auf engem Raum gibt es manchmal Kabbeleien. Auch wäre es gut, wenn es im neuen Zuhause von Leo, Babu und Carli eher ruhig zugeht ohne großen Trubel. Ideal wäre es, wenn die neuen Menschen des Trios Kaninchenerfahrung hätten, vielleicht sogar Erfahrung mit EC, damit sie die Symptome erkennen würden, falls die Krankheit bei Babu tatsächlich noch einmal ausbrechen sollte.

Allgemeines zur Haltung:

Kaninchen sind Rudeltiere und müssen daher mindestens zu zweit gehalten werden. Einzelhaltung lehnen wir ab. Unsere kastrierten Kaninchenjungs suchen ein Kaninchenmädchen, unsere Kaninchenmädchen einen kastrierten Kaninchenjungen als Partner. Meistens passen etwa gleichaltrige Kaninchen am besten zueinander: Junge Kaninchen haben in der Regel viel mehr Temperament und Energie, ältere brauchen mehr Ruhe.

Kaninchen verbringen ihre Zeit nicht gerne in einem Käfig. Sie möchten so viel wie möglich frei in der Wohnung herumhoppeln. Am besten ist es, wenn ihnen ein großes Bodengehege oder ein eigenes Zimmer zur Verfügung steht. Als Rückzugsmöglichkeit brauchen sie ein Holzhäuschen oder Pappkartons.

Das wichtigste Nahrungsmittel für Kaninchen ist Heu, Heu und nochmals Heu. Nur durch das Zermahlen von Heu können sie ihre Zähne so abnutzen, wie das von der Natur vorgesehen ist. Darüber hinaus ist eine tägliche Ration Frischfutter (Gemüse, aber kein oder sehr wenig Obst) wichtig. Frisches Wasser sollte sowieso stets zur Verfügung stehen. Trockenfutter sollte man, wenn überhaupt, nur sparsam oder als Leckerli anbieten. Nagerdrops, Kräcker und ähnliches sind ein Marketinggag der Futterhersteller und eher schädlich fürs Kaninchen.

Auskünfte und Beratung: Tel. 0911 / 501 584, abends ab 18 Uhr

Tierart
Kaninchen