Max und Moritz

Max und Moritz

Rasse: Chinchillas

Geschlecht: beide männlich

Geburtsdatum: Mitte 2021

Aussehen: Max und Moritz sind grau, aber in leicht unterschiedlichen Graunuancen, sodass man die beiden gut unterscheiden kann. Moritz, der hellere, hat außerdem eine kleine Kerbe am Ohr.

Weshalb im Tierheim: Die ehemalige Halterin vom Max und Moritz ist leider schwer erkrankt und musste die Tiere schweren Herzens ins Tierheim bringen.

Gesundheit: Keine Auffälligkeiten.

Charakter: Max und Moritz wurden in ihrem bisherigen Zuhause gut behandelt. Sie verstehen sich sehr gut und sollen zusammenbleiben. Max und Moritz klettern gern auf ihren Menschen herum, mögen es allerdings nicht, festgehalten zu werden. Die beiden freuen sich über viel Platz im neuen Zuhause und Menschen, die ihr Schlafbedürfnis tagsüber respektieren, aber abends Zeit für sie haben, wenn sie munter werden.

 

Allgemeines zur Haltung:

Chinchillas sind Rudeltiere und sollten deshalb niemals allein gehalten werden, das wäre eine Quälerei für die Tiere. Sowohl gleichgeschlechtliche als auch gemischtgeschlechtliche Gruppen von zwei oder mehr Tieren sind möglich (ein Bock mit einem oder mehreren Weibchen). In gemischtgeschlechtlichen Gruppen muss das Männchen natürlich immer kastriert sein. Die Kastration ist bei Chinchillas risikoreicher als bei anderen Kleintieren, sie will deshalb wohl überlegt sein. Bei der Vergesellschaftung von Chinchillas muss man sich vorher genau informieren und sehr vorsichtig vorgehen.

Chinchillas sind nicht die optimalen Kameraden für Kinder. Tagsüber schlafen sie; erst in der Dämmerung oder noch später werden sie munter. Häufiges Wecken tagsüber bedeutet großen Stress für die Tiere und verkürzt ihre Lebensdauer. Zum Herausnehmen, Herumtragen, Streicheln und Spielen sind Chinchillas eher nicht geeignet. Chinchillas sind eher Tiere zum Beobachten. Chinchillas können über 20 Jahre alt werden.

Da Chinchillas ein großes Bewegungsbedürfnis haben, ist es optimal für die Tiere, wenn sie frei in einem eigenen Zimmer leben dürfen. Wenn das nicht möglich ist, kann man Chinchillas auch in einer sehr großen umgebauten Vogelvoliere oder in einem Eigenbau, z.B. einem umgebauten Kleiderschrank, halten – dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die Chinchillas täglich beaufsichtigten Freilauf im Zimmer bekommen. Das Chinchillagehege sollte mehrere Ebenen aus Holzbrettern haben, die Mindesthöhe des Geheges sollte 1,50 m betragen. Nagerkäfige im Zoogeschäft sind für Chinchillas definitiv nicht geeignet.

Chinchillas benötigen zur Körperpflege ein Sandbad mit speziellem Chinchillasand. Auch ein Schlafhäuschen und eine Heuraufe sind neben Futternapf und Wassertränke wichtige Einrichtungsgegenstände. Zu bedenken ist, dass Chinchillas gerne und viel nagen. In der Reichweite der Chinchillas sollte sich daher nichts befinden, was ihnen beim Benagen schaden könnte (wie z.B. weichmacherhaltiges Plastik, Kabel etc.). Das Chinchillagehege sollte einen Standort haben, an dem es tagsüber ruhig ist, denn dann schlafen die Tiere. Nachts hingegen sind sie aktiv, weshalb das Schlafzimmer auch kein geeigneter Chinchillastandort ist.

Die Hauptnahrung von Chinchillas ist Heu. In der Natur ernähren sie sich von sehr karger Kost. Heu liefert die notwendigen Rohfasern und sorgt für den Zahnabrieb. Dazu brauchen Chinchillas getrocknete Kräuter, Blüten, Blätter und Sämereien, die im Zoogeschäft fertig für Chinchillas gemischt angeboten werden. Spezielles Chinchilla-Pelletfutter ist dann verzichtbar und sollte nur eine Notlösung darstellen. Den Tieren sollte auch stets Knabbermaterial angeboten werden (vor allem gut durchgetrocknete Äste), damit sich ihre Zähne hinreichend abnutzen. Hartes Brot ist hierfür nicht geeignet. Einige Chinchillas reagieren positiv auf die Gabe von kleinen Mengen Wurzel- und Knollengemüse, andere bekommen davon Durchfall. Die Gabe von Obst oder Leckerlis ist zu vermeiden, denn darauf ist der Verdauungsapparat von Chinchillas nicht eingerichtet.

 

Auskünfte und Beratung: Tel. 0911 / 501 584, abends ab 18 Uhr

Tierart
Chinchilla