Holunder und Hummel

Holunder und Hummel
Vermittelt im März 2025

Rasse: Nymphensittich

Geschlecht: Holunder: weiblich; Hummel: männlich (beides durch DNA-Analyse ermittelt)

Geburtsdatum: Hummel trägt einen Ring mit dem Jahr 2017; Holunder: unbekannt, aber sichtlich eher jünger als Hummel

Aussehen: Holunder und Hummel haben beide weißes Gefieder. Hummel hat hellgraue Schecken auf den Flügeln, Holunder dunkelgraue (Weißkopf Zimtschecke und Weißkopf wildfarbene Schecke).

Weshalb im Tierheim: Holunder und Hummel stammen aus schlechter Haltung.

Gesundheit: Keine Auffälligkeiten.

Charakter: Holunder und Hummel durften noch nicht viel kennenlernen. Anfangs waren beide sehr verunsichert und schreckhaft. Doch mittlerweile sind die beiden etwas aufgetaut und genießen das Leben in der großen Voliere, zusammen mit den anderen Nymphensittichen. Die beiden halten sich immer in der Nähe des jeweils anderen auf, sie mögen sich eindeutig und sollen zusammenbleiben. Holunder und Hummel sind die zurückhaltendsten Vögel der Gruppe und geben sich gegenseitig Sicherheit. Sie wünschen sich im neuen Zuhause eine schöne große Voliere oder ein Vogelzimmer bei lieben, ruhigen Menschen und täglichen Freiflug.

 

Allgemeines zur Haltung:

Nymphensittiche sind Schwarmtiere. Einzelhaltung wäre eine Quälerei und kann zu schweren Verhaltensstörungen bis hin zur Selbstverstümmelung führen. Es empfiehlt sich, gemischtgeschlechtliche Paare oder gemischtgeschlechtliche Gruppen mit einem möglichst ausgewogenen Geschlechterverhältnis zu halten. In seltenen Fällen verstehen sich auch gleichgeschlechtliche Gruppen dauerhaft.

Nymphensittiche benötigen viel Platz. Bei Haltung in einer Voliere muss sichergestellt sein, dass die Tiere darin ihre Flügel benutzen können. Entscheidend ist die Grundfläche – die für ein Paar einen Quadratmeter auf keinen Fall unterschreiten darf – und nicht die Höhe. Täglicher, mehrstündiger Freiflug muss gewährleistet sein. Alternativ kann man Nymphensittichen ein Vogelzimmer zur Verfügung stellen, in dem sie frei leben und nur die Nacht zur Sicherheit in einem Schlafkäfig verbringen. Auch eine große Außenvoliere mit isolierten Schlafhäuschen kommt in Frage. Als Ausstattung sollte man Naturäste mit mindestens 2 cm Durchmesser wählen. Seile, Spielzeug aus unbehandelten Naturmaterialien, Kork und Sitzbrettchen vervollständigen die Einrichtung.

Nymphensittiche benötigen ein auf sie zugeschnittenes Grundfutter aus verschiedenen Saaten. Obst und Gemüse liefern die nötigen Vitamine. Als Leckerlis eignen sich Kolbenhirse, frische Zweige, Gräser oder Keimfutter. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen.

Bevor man Nymphensittiche bei sich aufnimmt, sollte man einige Punkte bedenken:

– Nymphensittiche können bis zu 25 Jahre alt werden, man entscheidet sich also für Mitbewohner für eine lange Zeit!

– Nymphensittiche können Allergien auslösen. Feine Federpartikel halten sich lange in der Luft. Futterreste, Federteile und Einstreu können die Umgebung der Voliere verschmutzen.

– Nymphensittiche knabbern sehr gerne! Beim Freiflug kann die Inneneinrichtung (Möbel, Tapete, Vorhänge, Deko) in Mitleidenschaft gezogen werden.

– Nymphensittiche können sehr laute Geräusche machen und halten sich nicht an Ruhezeiten. Das Verhältnis zu geräuschempfindlichen Nachbarn könnte darunter sehr leiden.

 

Auskünfte und Beratung: Tel. 0911 / 501 584, abends ab 18 Uhr