Ratz und Rübe

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Ratz und Rübe

Rasse: Wellensittiche
Geschlecht: beide weiblich
Geburtsdatum: beide 2015
Aussehen: Rübe ist grün-gelb gefärbt, Ratz weiß mit türkis.
Weshalb im Tierheim: Die Halterin der beiden Vogeldamen ist schwer erkrankt und musste die Tiere deshalb ins Tierheim bringen.
Gesundheit: Ratz hat eine veränderte Wachshaut oben am Schnabel, eine so genannte Hyperkeratose. Die Wachshaut wächst und verhornt, vergleichbar mit der Bildung von Hornhaut beim Menschen. Insbesondere nicht mehr ganz junge weibliche Wellensittiche neigen dazu, wobei man noch nicht genau erforscht hat, warum. Eine genetische Veranlagung kommt in Frage, oder Mangelernährung, oder auch hormonelle Gründe, weil bei einigen Sittichhennen ein Zusammenhang mit der Brutsaison zu bestehen scheint. Falls die Wachshaut so stark wächst, dass die Nasenlöcher des Vogels dadurch verengt oder verschlossen werden, sollte man diese „Hornhaut“ bei einem vogelkundigen Tierarzt korrigieren lassen. Den Vogel beeinträchtigt die Hyperkeratose in keiner Weise, es sieht lediglich ungewöhnlich aus. Ansonsten keine Auffälligkeiten.
Charakter: Ratz und Rübe sind freundliche, fitte Vögel. Sie sind noch etwas verunsichert, weil sie nach sieben Jahren im alten Zuhause plötzlich in einer fremden Umgebung mit fremden Menschen und einem ungewohnten Tagesablauf gelandet sind. Doch sie lassen sich ihre gute Laune nicht verderben. Rübe ist etwas aufgeschlossener, Ratz etwas vorsichtiger. Sicher werden sich Ratz und Rübe im neuen Zuhause bald an ihre Menschen gewöhnen und zutraulicher werden. Sie wünschen sich eine schöne große Voliere und jeden Tag die Möglichkeit zum Freiflug in der Wohnung.

Allgemeines zur Haltung:
Wellensittiche sind Schwarmtiere. Einzelhaltung wäre eine Quälerei und kann zu schweren Verhaltensstörungen bis hin zur Selbstverstümmelung führen. Es empfiehlt sich, gemischtgeschlechtliche Paare oder gemischtgeschlechtliche Gruppen mit einem möglichst ausgewogenen Geschlechterverhältnis zu halten. In seltenen Fällen verstehen sich auch gleichgeschlechtliche Gruppen dauerhaft, was eher für Hähne als für Hennen gilt.

Wellensittiche benötigen viel Platz. Bei Haltung in einer Voliere muss sichergestellt sein, dass die Tiere darin ihre Flügel benutzen können, ohne am Gitter oder der Einrichtung anzustoßen. Handelsübliche Käfige sind oft viel zu klein. Entscheidend ist die Grundfläche – die für ein Paar einen halben Quadratmeter auf keinen Fall unterschreiten darf – und nicht die Höhe. Täglicher, mehrstündiger Freiflug muss gewährleistet sein. Als Ausstattung sollte man Naturäste wählen. Seile, Spielzeug aus unbehandelten Naturmaterialien, Kork und Sitzbrettchen vervollständigen die Einrichtung.

Wellensittiche benötigen ein auf sie zugeschnittenes Grundfutter aus verschiedenen Saaten. Obst und Gemüse liefern die nötigen Vitamine. Als Leckerlis eignen sich Kolbenhirse, frische Zweige oder Eifutter. Frisches Wasser muss immer zur Verfügung stehen.

Bevor man Wellensittiche bei sich aufnimmt, sollte man einige Punkte bedenken:
– Wellensittiche können zehn, mache sogar bis zu 15 Jahre alt werden, man entscheidet sich also für Mitbewohner für eine lange Zeit!
– Wellensittiche können Allergien auslösen. Feine Federpartikel halten sich lange in der Luft. Futterreste, Federteile und Einstreu können die Umgebung der Voliere verschmutzen.
– Manche Wellensittiche knabbern sehr gerne! Beim Freiflug kann die Inneneinrichtung (Möbel, Tapete, Vorhänge, Deko) in Mitleidenschaft gezogen werden.

Auskünfte und Beratung: Tel. 0911 / 501 584, abends ab 18 Uhr

 

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